Zunächst einmal zur Beschaffenheit des mitzunehmenden Halfters: Stabil und nicht zu eng oder weit soll es sein, es soll ordentlich sitzen, ohne zu scheuern – da bietet sich das normale, gut passende und bereits getragene (nicht neue!) Stallhalfter an. Ob nun aus Leder oder Nylon, ist letztendlich Geschmacksfrage. Viele Wanderreiter schwören auf Leder, aber Lederhalfter sind häufig ziemlich schwer und müssen gut gepflegt werden, damit das Leder nicht brüchig wird. Eine Alternative wäre hier das Material „Biothane“, das immer mehr auch in Wanderreiterkreisen genutzt wird, da es kaum einer Pflege bedarf und zudem leicht und robust ist.
Absolut nicht empfehlenswert sind sog. „leichte Wanderreithalfter“, die aus dünner Schnur bestehen und in der Jackentasche verstaut werden können. Auf den ersten Blick eine praktische Sache, aber: wenn das angebundene Pferd sich erschrickt und am Halfter zieht, wird es sich aller Voraussicht nach schwere Verletzungen zuziehen, da die Schnur des Halfters schlicht zu dünn ist und auch nicht reißen wird!
Wenn geklärt ist, welches Halfter auf den Ritt mitgenommen werden soll, ist immer noch die Frage, wo das Halfter während des Rittes aufbewahrt werden kann. Viele Reiter verstauen Halfter und Strick in der Packtasche, hängen sich beides mehr oder weniger dekorativ und mit diversen Knoten versehen um den Oberkörper oder dem Pferd um den Hals………diese Praktiken sind gefährlich und werden von der VFD absolut nicht empfohlen!
Wenn nämlich das Pferd unterwegs einmal schnell angebunden werden muss (Notfall), muss nicht erst umständlich das Kopfstück herunter genommen und das Halfter aufgesetzt werden. Gleiches gilt in der Pause: auch das ruhigste Pferd hat in den 3 Sekunden, in denen es das Kopfstück schon „runter“ hat, das Halfter allerdings noch nicht „drauf“, genug Gelegenheit, das Weite zu suchen. Gerade in fremder Umgebung keine tolle Sache!
Der Anbindestrick sollte lang genug sein, außerdem stabil und griffig. Ob mit Panikhaken oder anderer Befestigung, muss jeder Reiter selbst entscheiden. Viele Reiter lehnen die häufig genutzten Panikhaken ab, da diese gern auch die Tendenz haben, immer dann aufzugehen, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann…..