Wolf IMG 5807a Beate WnschFoto: Beate WünschAm Karfreitag wurde ein junger Wolf bei Hamburg gesichtet. Ist es derselbe der am Dienstag gegen Mitternacht auf der Autobahn 1 bei Siek (Kreis Storman) überfahren wurde?

Rund eine Stunde vor Mitternacht gingen beim Polizeinotruf zwei Meldungen ein. Die erste Dame berichtete, dass vermutlich ein großer Hund über die Mittelleitplanke der A 1 gesprungen sei. Bevor sich die Polizei auf den Weg machen konnte, ging bereits der zweite Notruf eines Mannes ein: er hätte gerade in der Dunkelheit einen großen Hund auf der Autobahn überfahren.

Als die Polizei vor Ort eintraf staunte sie nicht schlecht. Sah doch der "Hund" von der Farbgebung sehr ungewöhnlich aus. Eine versierte Beamtin erkannte schnell, dass es sich nicht um einen Schäferhund handeln konnte. Schnell war ein ehrenamtlicher Wolfsbetreuer informiert, der sich um den Fall kümmerte. Wolfsexperte Dirk Hadenfeld identifiziert einen ca. 2 Jahre alten Rüden. Seiner Einschätzung nach war das Tier aufgrund eines Schädelbasisbruches sofort tot.

Ein Expertenteam versucht nun zu klären, ob es ein und derselbe Wolf war, der am Karfreitag gesichtet wurde. Ein Bauer in Kirchwerder, das ungefähr 30 km von der UnglückssteIle entfernt liegt, hatte auf seinem Land einen Wolf gesichtet und sogar fotografiert. Dennoch dürfte der Nachweis an hand der Fotos schwer fallen.
Das tote Tier von der Autobahn wird zur Zeit im Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht.
Wölfe haben es in unserer Zeit sehr schwer. Die Meisten werden Opfer von Verkehrsunfällen.

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