Wir erklären Euch hier, worum es dabei geht und warum wir mitmachen:
Gemeinsam mit der Verbändeplattform Grünland fordern wir verlässliche Unterstützung. Grünlandbewirtschaftung ist Ressourcen- und Klimaschutz. Für die VFD relevante Forderungen sind zum Beispiel die vorrangige Unterstützung der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe mit flächengebundener Tierhaltung - einschließlich der Pferdehaltung -, die Priorisierung der Finanzierung von Weide- und Grünlandwirtschaft sowie die Förderung kleiner Betriebe. ![]()
Zudem soll Ökolandwirtschaft gefördert werden - zum Beispiel Extensivweidesysteme mit Pferden. Für uns Pferdehaltende ist Grünlandwirtschaft essenziell für die Grundversorgung und Lebensqualität unserer Pferde. Die VFD engagiert sich seit Jahren für die ökologische und pferdegerechte Nutzung von Grünland und berät Betriebe und Pferdehalter bei der sinnvollen Gestaltung ihrer Flächen. Die GAP 2028 wird sich noch weiter ausformen und es wird sicherlich einige Veränderungen geben, über die wir weiter berichten werden.
Die VFD hatte bereits im Juni 2026 das erste Positionspapier der Verbändeplattform Grünland unterstützt. Darin wird deutlich, das Grünland mehr ist als Futterfläche: VFD - Weidetierhaltung braucht Perspektive – VFD unterstützt Positionspapier der Verbändeplattform GRÜNLAND
Die GAP 2028 verändert Subventionen für Landwirtschaft grundlegend
Fördermaßnahmen und Förderhöhen werden künftig zwischen EU-Kommission und Mitgliedstaaten festgelegt und über einen gemeinsamen Finanzierungstopf gebündelt. Dafür sollen nationale oder regionale Strategiepläne (NRP) erstellt werden.
Eine einheitliche bundesweite Flächenprämie entfällt. Stattdessen werden Zahlungen regional und nach Einkommen differenziert, um zum Beispiel Junglandwirte, Gründerinnen und Frauen sowie Familien- und Kleinbetriebe gezielt zu fördern. Außerdem sind zusätzliche Förderungen für benachteiligte Gebiete und für Schutzgebiete geplant, ebenso wie mehr gekoppelte Beihilfen für Tierhalter.
Die Förderungen sind an EU-weite Umwelt- und Sozialstandards sowie an nationale Schutzmaßnahmen gebunden. Zusätzliche Anreize gibt es für freiwillige Umweltleistungen, etwa Moor- und Grünlandschutz oder ökologischer Landbau.
GAP 2028 bietet Chancen auf ökologische, soziale und lokale Förderung
Die Mitgliedstaaten bekommen mehr Spielraum, um auf ökologische, regionale und soziale Besonderheiten eingehen zu können. Bürokratie soll abgebaut werden, eine gerechtere Verteilung der Mittel wird angestrebt. Wie gerecht die Verteilung ist, hängt von den Finanzierungsbedingungen ab. Kritisch ist, ob das Gemeinsame der EU-Agrarpolitik trotz Renationalisierung erhalten bleibt und Wettbewerbsverzerrungen verhindert werden. Zudem muss geklärt werden, wie Landwirtschaft national um Mittel konkurriert und wie Ministerien und Bundesländer einbezogen werden.
Hier findet ihr das ergänzende Positionspapier der Verbändeplattform Grünland zur GAP 2028: Grünlandwirtschaft geht nicht ohne Unterstützung
Wir bleiben für Euch dran!