HEUTE ist die Zeit, an die Staatskanzlei zu schreiben!

Nicht nächste Woche, nicht irgendwann.....heute werden sich die Zuständigen in den Ministerien damit befassen, die gestern bundesweit beschlossenen aktuellen Einschränkungen in einer Landesverordnung genauer auszugestalten. JETZT muss sich die VFD einbringen! 

Um die Politik auf die Situation der privaten Pferdehalter, kleineren Reitbetriebe und Wanderreitstationen aufmerksam zu machen, wurde im Frühjahr bereits ein guter Brief entworfen, an den wir hiermit erinnern möchten:

https://www.vfdnet.de/index.php/11068-offener-brief-zur-corona-krise


Es muss den zuständigen Fachleuten in den Landesministerien klar gemacht werden, dass wir einen Individualsport betreiben. Bitte setzt euch heute dafür ein! Gern sind wir euch bei der Formulierung behilflich.

Danke für euer Engagement!

Textvorschlag für offenen Corona-Brief zum "Lockdown light":

Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. (VFD)

Der Fachverband für Gelände-, Wanderreiter- und –fahrer sowie Säumer

Sehr geehrte Damen und Herren,

die gestern auf Bundesebene beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschäftigen heute die verantwortlichen Behörden. Im Zuge der Umsetzung der Beschlüsse auf Landesebene möchten wir als Interessenvertretung der Freizeitreiter und privater Pferdehalter noch einmal auf unseren offenen Brief vom Frühjahr 2020 hinweisen.

In den wesentlichen Punkten, nämlich dass das Reiten oder die artgerechte Bewegung unserer Equiden auch in Zeiten eines partiellen Lockdowns dringend erforderlich ist, hat sich nichts geändert.

Gerne möchten wir noch einmal betonen, dass unsere Mitglieder keinen Sport mit einem Sportgerät betreiben. Freizeitreiten ist Individualsport und gehört wie das Wandern oder Radfahren zu den Natursportarten. Landwirtschaftliche Pferdehaltungen und  Bewegungshallen sind keine Freizeit- oder Sportstätten. 

Deshalb betonen wir:

  • Das Freizeitreiten als beliebte Aktiv-Sportart Deutschlands muss in allen Förderprogrammen genauso behandelt werden wie andere Aktivitäten im Breitensport. Das heißt, dass Fördermechanismen der Länder von einer Mitgliedschaft in den Landessportbünden zu entkoppeln sind.
  • Die einfache Bewegung im Freien dient gerade in dieser Zeit dem körperlichen und psychischen Wohlbefinden und hat sich auch im Sinne des familiären und sozialen Zusammenhalts als außerordentlich hilfreich erwiesen.
  • Unsere Pferde, Esel und Maultiere bedürfen einer kontinuierlichen Zuwendung und Betreuung um den Anforderungen des Tierschutzes in der Tierhaltung gerecht zu werden
  • Eine stärkere Förderung von naturnahen und naturbelassene Wirtschaftswegen, da diese Wegeformate einen hohen Beitrag zum Klimaschutz und zur Stärkung der ländlichen Räume leisten.  

Wir würden uns freuen, wenn unsere Anregungen in den zu beschließenden Verordnungen beachtet werden.

Die von uns vertretenen Freizeitreiter haben in den vergangenen Monaten durch verantwortungsvolles Verhalten ihren Beitrag für die Gemeinschaft geleistet. Als Verband akzeptieren wir viele der getroffenen Maßnahmen und haben diese in den vergangenen Monaten erfolgreich umgesetzt. Selbstverständlich werden aktuell wieder alle Vereinstätigkeiten wie Treffen oder Trainings abgesagt.

Allerdings plädieren wir, wie oben angemerkt, auf die Anerkennung des Freizeitreitens als Natur- und Individualsportart.

Für die bevorstehenden Entscheidungen wünschen wir Ihnen einen guten Weitblick.

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Mit freundlichen Grüßen

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