Die Vereinigung der Freizeitreiter und-fahrer in Deutschland e.V. (VFD) bittet darum, aus Rücksicht auf Menschen, Tiere und Umwelt das private Silvesterfeuerwerk einzuschränken, oder sogar ganz darauf zu verzichten.

Das alte Jahr mit Wunderkerzen zu verabschieden ist stimmungsvoll, schadet niemandem und schont die Umwelt. Das gesparte Geld könnte zudem Mensch und Tier helfen, indem man es an gemeinnützige Organisationen z.B. Equiwent spendet.

Die VFD setzt sich gemeinsam mit Umwelt- und Tierschutzverbänden für konstruktive Lösungen ein!

flyer feiern ohne feuerwerkLaut Planung des Tierschutzbeirats RLP sollte jede Privatperson und jede Kommune freiwillig auf Feuerwerke verzichten. Bundes- Landes- und Kommunalpolitiker könnten sich dafür einsetzen, dass der Tierschutz endlich in die Sprengstoffverordnung aufgenommen wird. Denn nur mit dieser Rechtsgrundlage dürften Ordnungsbehörden die Einhaltung von Tierschutzrecht bei der Genehmigung von Feuerwerken prüfen. Die Kommunen könnten zudem Plätze zum Abbrennen ausweisen, die nachweislich Tiere nicht gefährden. Sie könnten außerdem Auflagen zur Einhaltung von Lautstärke, Höhe und Abstand zu Tierhaltungen und Schutzgebieten erteilen. "Nicht das Verbot der Feuerwerke, sondern der wirksame Schutz der Tiere und Menschen vor Böller und Lichtkaskaden steht im Mittelpunkt,“ sagt auch Sonja Schütz, Umweltreferentin der VFD.

Zu wenig Städte und Gemeinden laden am Silvesterabend zu zentralen Feuerwerk ein. Ein Feuerwerk für alle bedeute, das Erleben von Gemeinschaft, weniger Müll, eine Geldersparnis sowie die Verminderung von Feinstaub.

 

Feuerwerke sind schlecht für Tier, Umwelt und Mensch!Feuerwerk

Feuerwerke verstören Haus- und Nutztiere und ängstigen Wildtiere. Behauptungen, dass sich die Tiere an die plötzlichen Knall- und Lichteffekte gewöhnen wie bei natürlichem Gewitter, sind nach Aussagen des Tierschutzbeirats RLP falsch. Da viele Tiere ein wesentlich empfindlicheres Gehör haben als der Mensch, sind sie vom Feuerwerkslärm besonders betroffen. Starke Detonationen können ihren Orientierungssinn
beeinträchtigen oder sogar Schockzustände auslösen. Pferde und Rinder auf Weiden könnten in Panik geraten und ausbrechen. Wildtiere leiden besonders unter dem ungewohnten Lärm- und Blitzgewitter. Mitten in der Nacht werden sie aus dem Schlaf gerissen und suchen panisch das Weite. Es dauert oft Tage und Wochen, bis die Tiere wieder in ihr normales Verhalten zurück finden. Durch die ungewohnte Störung werden
wichtige Energiereserven unnötig verbraucht, die im Winter - vor allem bei notorischem Futtermangel und kalten Temperaturen - überlebensnotwendig sein können.Umfangreiche Studien belegten, dass Feuerwerke Tiere in Panik versetzen, in deren Folge es zu tödlichen Unfällen, Fehlgeburten, Aufgabe der Brut oder Vertreibung ganzer Populationen aus ihrem Lebensraum komme.

Feuerwerke schädigen die Umwelt. Allein in der Silvesternacht werden circa 5.000 Tonnen Feinstaub erzeugt, also etwa 15 Prozent der jährlichen Belastung durch Straßenverkehr und etwa 25 Prozent der Holzfeuerungen. Unmengen Müll liegt am nächsten Morgen nicht nur auf den Straßen und in Gärten, sondern auch auf Feldern und Weiden.

Auch Menschen sind die Leidtragenden. Neben der enorme Lärm-Belastung sind  Verbrennungen, abgerissenen Finger, Knalltrauma, Augenverletzungen und Kopfplatzwunden die häufigsten Feuerwerksverletzungen. In Berlin gingen in der Silvesternacht 2016/2017 über 3.000 Notrufe ein.

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Quellenangaben:
Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz 
Schweizer Initiative „Feiern ohne Feuerwerk“
Umwelt Bundesamt

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