Die bei uns eher abwertende Bezeichnung „Mulitreiber“ für Säumer ist in Frankreich die korrekte Form; muletière!

 

Affiche ok anglais2019 war die VFD offizieller Gastgeber des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Säumerfestes, dass wir mit vielen Gästen am Spitzingsee feiern durften. Dort wurde von den Teilnehmenden einstimmig die Vergabe des kommenden Säumerfestes an unsere Kollegin Virginie Cheysser aus Frankreich beschlossen. Und nun ist es soweit, die Werbung läuft!

Wir freuen uns überaus, an diesem Termin alte und neue Säumer wieder treffen zu können und die vielen Zusagen altgedienter Säumer lassen wieder ein kunterbuntes Fest erwarten.

Die Gegend um den Ort Gap war früher berühmt für seine Mulizucht, der Großteil der jungen Maultiere fand seine Abnehmer im nahen Italien. Da Gap z. B. von München aus ca. 900 km entfernt liegt, wollen wir,  gerne einen Bus organisieren, sofern uns die dann aktuellen Pandemiebedingungen dies ermöglicht. Bitte wendet Euch daher baldmöglichst an die Geschäftsstelle der VFD-Bayern unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , wir können dann die notwendige Organisation in die Wege leiten. Die Anmeldung hierfür ist noch unverbindlich.

Übersetzung aus dem französischen Text der Einladung:

Vier Tage, um das Tal von La Blache zwischen Montclar und Seyne les Alpes zu Fuß zu entdecken, im Rhythmus der Maultiere. Die Tagesetappen von 15 bis 18 km bieten Gelegenheit, die Region kennenzulernen. Die Unterbringung läuft über Vollpension. Freizeitgestaltung und Besichtigungen auf der Strecke werden besondere Akzente setzen. Bei diesem Treffen haben sie die Gelegenheit, sich mit anderen Säumern (=Maultiertreibern) der Gegend und anderer Länder auszutauschen. Sie können sich schon über die Seite „Kontakt“ auf der Seite www.mulionis.fr anmelden. Kommt zahlreich!

 Zu Virginie Cheysser:

Im Alter von 29 Jahren, noch als Studentin, kaufte sie sich ihr erstes Pferd.  Als dann ihr Wallach mit Namen Cisko zu alt wurde, konnte sie sich nicht dazu durchringen, sich ein anderes Pferd zu kaufen: „Ich hatte den Eindruck, es zu verraten,“ gesteht sie.

Stattdessen kaufte sie sich ihr erstes Maultier, und das war wie eine Erleuchtung. Nun hat sie die Leidenschaft für diesen Equiden nicht mehr losgelassen und sie hat mit der planmäßigen Züchtung begonnen. Heute besitzt sie drei ausgewachsenen Mulis, zwei Franche-Montagne-Zuchtstuten (Freiberger), gefolgt von zwei entzückenden kleine im Frühling geborenen Mulis und einem andalusischen Esel. Die Züchterin hat sich die Rasse Frache-Montaghe für die Stuten ausgewählt, weil diese Rasse für ihre Charakterstäke bekannt ist.

„Ich möchte dem Maultier wieder zu Ansehen verhelfen. Leider werden die Mulis zufällig bei Leuten Säumerwege in den Alpengeboren, die sich mit den Besonderheiten die Equiden nicht auskennen. Dann kann man es mit einem schlecht erzogenen und mitunter gefährlichen Tier zu tun haben, und das Ansehen des Mulis nimmt Schaden. Meine kleinen Mulis werden von Geburt an erzogen und ich biete Anfängerkurse für zukünftige Eigentümer an.“

Tina Boche Säumerbeauftragte der VFD-Bayern

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